Klingenberg-Trennfurt. Der Musikverein Trennfurt kann stolz auf die geleistete Arbeit im Musikerjahr 2009 sein. Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht und man hörte nur Positives über die geleistete musikalische und außermusikalische Arbeit. Sorgen bereitet den Verantwortlichen jedoch das weitere Vorgehen in der Proberaumsituation.
 
Dies gab Vorsitzender Ralf Ühlein in der Jahreshauptversammlung im Proberaum der Volksschule Trennfurt bekannt
 
Unter den Teilnehmern begrüßte der Vorsitzende besonders den Ehrenvorsitzenden Hilmar Scholl und die Ehrenmitglieder Ernst Zöller und Albin Faht sowie Stadtrat Udo Ackermann. In einer Schweigeminute gedachte die Versammlung der verstorbenen 4 Vereinsmitglieder.
 
In seinem Bericht informierte Ühlein, dass von den 241 Vereinsmitgliedern derzeit 49 aktiv musizieren. Von den insgesamt 61 Jugendlichen befinden sich 31 in Einzelausbildung. 41 Jugendliche musizieren in der Jugendkapelle. Für den Verein sind 7 Ausbilder und 2 Dirigenten tätig.
 
In vergangenen Jahr wurden 5 Leistungsabzeichen in Bronze (D1 Prüfung), von Markus Heger, Maximilian Hohmann, Stefan Schwarz, Markus Ühlein und Marleen Ühlein abgelegt. Außerdem haben Anne und Dominik Wesendonk das silberne Leistungsabzeichen (D2) bestanden.
 
Als Höhepunkte des abgelaufenen Musikerjahres nannte Ühlein das Frühjahrskonzert, das „Trennfurter Musikfest“, die Serenade in Bürgstadt, zahlreiche Auftritte bei befreundeten Musikvereinen sowie die musikalische Gestaltung mehrerer Gottesdienste und Prozessionen.
 
Vorausschauend auf das Jahr 2010 verwies der Vorsitzende auf das Frühjahrskonzert am 17. April, den viertägigen Pfingstausflug sowie das Musikfest am 10.-12. Juli 2010. Er dankte allen Musikern und Personen, die sich in den Verein eingebracht haben. Mahnend wies er hin, das Ehrenamt nicht zu oberflächlich zu bearbeiten.
 
Zur finanziellen Lage des Vereins teilte Kassier Johannes Schanz mit, dass das Geschäftsjahr 2009 mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen wurde. Die Einnahmen gliedern sich insbesondere in Mitglieder- und Ausbildungsbeiträge, Spenden und Zuschüsse sowie Umsätze aus dem Musikwerbefest. Die umfangreichsten Ausgaben ergeben sich aus dem Kauf von Noten, Instrumenten und Uniformen, Gebühren und Verbandsabgaben, Entgelte für Ausbilder und den Dirigenten des großen Blasorchesters sowie die Kosten für Inventar, Verwaltung und Versicherungen. Größter Ausgabenposten waren ca. 15.000 Euro für den Musikernachwuchs.
 
Informativ mit viel Humor verlas Florian Ühlein die 39 Protokolle, in denen das vergangene Musikjahr festgehalten wurde.
 
Vizedirigent Walter Zöller ging auf die musikalischen Höhepunkte und die Probenarbeit ein. In 49 Proben und 31 Auftritten waren die Musikanten gefordert. Der Probenbesuch habe sich im Vergleich zum Vorjahr mit 71% etwas gefestigt, liege aber immer noch deutlich unter der 80% Marke aus dem Jahre 2002. Er appellierte an die Musiker, die Proben zahlreicher zu besuchen, damit das gute Niveau und die erbrachten Leistungen gehalten und verbessert werden können. Für einmaliges Fehlen auf den Proben gratulierte er den beiden Musikern Michael und Udo Zöller. Die Motivation, insbesondere die der Jungmusiker, sei groß.
 
Jugendvorsitzender Tobias Wießler konnte viele erfolgreiche Aktivitäten mit den Jugendlichen des Vereins melden. Aus den musikalischen Aktivitäten stach besonders neben Konzert und Musikfest, der „Jugendwettstreit nach Noten“ in Dornau heraus, bei dem ein hervorragender 2. Platz mit sehr gutem Erfolg erzielt werden konnte. Bei den geselligen Veranstaltungen verwies er auf den Besuch der Eishalle, das Probenwochenende in der Rhön, das Zeltlager sowie die Halloweennacht.
 
Bei den Neuwahlen wurden folgende Personen gewählt:
  • 1. Vorsitzender: Ralf Ühlein
  • 2. Vorsitzender Musik: Theo Wießler
  • 2. Vorsitzender Wirtschaft: Tobias Wolf (neu)
  • 1. Kassier: Thomas Ühlein (neu)
  • 2. Kassier: Heiko Brosig
  • 3. Kassierin: Anne Wesendonk (neu)
  • 1. Schriftführer: Tim Zöller
  • 2. Schriftführerin: Mona Salwender (neu)
  • Beisitzer der Aktiven: Udo Zöller, Tobias Wiessler, Simone Wießler, Florian Ühlein (neu)
  • Beisitzer der Passiven: Roman Becker, Rudi Hohmann
  • Kassenprüfer: Lothar Rohleder, Werner Schmitt
 
Abschließend informierte Walter Zöller über die Sachlage „Proberaum“, den der Musikverein bei einer möglichen Sanierung des Trennfurter Schulhauses abgeben muss. Da seitens der Klingenberger Stadtverwaltung noch keine weiterführenden Informationen zu bekommen waren, stellte Zöller drei Möglichkeiten vor, die dem Verein offen stehen. Zum einen wäre das ein Umzug innerhalb des Schulhauses, wie er von der Verwaltung angedacht ist, ein möglicher eigener Neubau, der mit mehreren hunderttausend Euro die Vereinskassen leer fegen würde oder ein Verbleib im jetzigen Proberaum. Das weitere Vorgehen kann erst nach der entscheidenden Stadtratssitzung am 11. März 2010 angegangen werden.
Main-Echo, 02. März 2010