Konzert: Musikverein Trennfurt präsentiert abwechslungsreiche Auswahl in voll besetzter TV-Turnhalle

 

Trennfurt Große Spielfreude und musikalische Vielfalt hat der Trennfurter Musikverein am Samstagabend bei seinem Frühjahrskonzert in der TV-Turnhalle bewiesen. Viele Gäste kamen, die Halle war voll besetzt.

 

Die erste Programmhälfte gestaltete das Jugendorchester. Schon beim Eröffnungsstück, »Blue Overture«, legten die Musiker viel Schwung in ihr Spiel und hatten das Publikum auf ihrer Seite. Nach einem kraftvollen Beginn ging die Nummer in einen leiseren Abschnitt über und lief getragen weiter, was einen gelungen umgesetzten Kontrast innerhalb des Werks darstellte. Gegen Ende nahm das musikalische Geschehen wieder Fahrt auf und wurde zu einem tosenden Abschluss gebracht.

 

 

Sie können laut genauso gut wie leise: Die Musiker des Blasorchesters vom

Trennfurter Musikverein, die in der zweiten Hälfte des

Frühlingskonzerts am Samstagabend in der Turnhalle auftraten.

Foto: Marco Burgemeister


Sphärische Flächenklänge

Das spanische Lied »Los Matadores« bestach durch treibende Rhythmik, die superb umgesetzt wurde. Die Interpretation lebte von Abschnitten, die sich langsam aufbauten, das Orchester schaffte es, viele Spannungsbögen hörbar zu machen. Sphärische Flächenklänge waren dabei das I-Tüpfelchen. Bei »Cool Blues for Saxophones« standen, wie der Titel schon verriet, Saxofone mit Soli für Alt und Tenor im Vordergrund. Die Saxofonisten brillierten mit einer sauberen Spielweise. Das Orchester schuf die passende Grundatmosphäre für den Blues.

Abwechslung brachte die Maruschka-Polka, die mit einem groß angelegten Finale für Stimmung sorgte. Mit ihrer Orchester-Interpretation des Hits »Everybody« von den Backstreet Boys verdeutlichten die Jugendlichen nochmals ihre Wandlungsfähigkeit. Die Bandbegleitung mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Gesang sowie die Orchesterklänge flossen harmonisch ineinander. Den zweiten Teil des Abends übernahm das Blasorchester, in dem auch viele Musiker des Jugendorchesters mitwirkten. Mit dem aus Italien stammenden »Venezia« wurden feierliche und majestätisch anmutende Klänge dargeboten. Rhythmisch war es sehr akzentuiert.

Besonders gefielen die sich immer wieder in ihrer Dynamik steigernden Melodien, die zu einer wirkungsvollen Dramaturgie im Finale geführt wurden. Opulent ausgearbeitet war die »Leichte Cavalerie«, bei dem die Musiker abermals geschickt mit einzelnen Instrumentengruppen und einer Laut-Leise-Ästhetik jonglierten.

Erlesener Chorgesang

Schloss Orth kam anfangs mit tiefer Grundstimmung und erlesenem Chorgesang, bevor das musikalische Geschehen in hellere Klangfarben wechselte. Pirouetten auf dem Eis adäquat in Musik gegossen hatte das Orchester bei »Der Schlittschuhläufer«, das mit Elan und flottem Tempo bestach.

»Selections from Starlight Express« und Santana brachten nochmals ganz andere Facetten ins Spiel, auch bei weltbekannten Musical-Soundtracks und ursprünglich auf Gitarre interpretierter Musik fühlte sich das Orchester zu Hause. Insgesamt war es ein sehr kurzweiliger Abend, bei dem alle Beteiligten durch Können und Emotionen überzeugten. Michael Köhler, der beide Orchester leitete, spornte die Musiker zu großen Leistungen an.

 

Marco Burgemeister

Main-Echo, 29.04.2013

 

 
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