Ein Stück Kulturgut „Traktoren sind nicht nur ein Stück Kulturgut, sondern man kann auch noch selbst den Schraubenschlüssel ansetzen“ sagt Ralf Ühlein von den Traktorfreunden Trennfurt. Im Rahmen des diesjährigen Musikfest trafen sich auch in diesem Jahr über 200 Bulldogfans und Freunde historischer Landmaschinen.

 

Seit 1999 sorgen locken nicht nur die Musiker mit ihren flotten Klängen die Besucher an, sondern auch die Technikinteressierten treffen sich zum Erfahrungsaustausch und zur Kontaktpflege. So mancher Großvater schwelgt beim Anblick der historischen Ackergeräte in seinen Erinnerungen und zeigt dem Enkelchen wie zu seiner Jugendzeit die Feldarbeit verrichtet wurde.

Dass sich das Treffen in Trennfurt in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des Ortskalenders entwickelt hat ist eigentlich auf einen Zufall zurückzuführen.

Zum 1. Mai 1999 unternahmen die zwei Trennfurter Thomas Abb und der Vorstand des Musikvereins Theo Wießler einen Maiausflug mit ihren Traktoren und trafen sich zufällig an der "Schutzhütte" im Trennfurter Wald. Hier gab es die ersten gemeinsamen Fachgespräche über alte Traktoren.

Nachdem Thomas Abb schon länger die Idee für ein Traktortreffen gehegt hatte, schloss er sich daraufhin mit Ralf Ühlein vom Musikverein zusammen und beide organisierten kurz darauf das erste Trennfurter Bulldog-Schlepper und Traktorentreffen im Rahmen des Trennfurter Musikfestes 1999.

Allen Skeptikern zum Trotz wurde dieses Treffen ein voller Erfolg. Bei herrlichem Sommerwetter kamen an die einhundert Traktorfreunde aus Nah und Fern. Das ganze wurde musikalisch umrahmt vom Musikverein Trennfurt und im Festzelt war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Alle Traktorfahrer bekamen einen Verzehrgutschein und die Kinder die mit ihrem Trettraktor erschienen bekamen eine Überraschung. Angespornt durch den Erfolg entwickelte sich die Kombinationsveranstaltung zum Dauerbrenner und wird seitdem jährlich wiederholt.

Alle darauf folgenden Treffen wurden durch weitere Attraktionen und Sonderausstellungen erweitert und die Zahl der Teilnehmer und Besucher stieg ständig an. Durch dieses regelmäßig stattfindende Treffen findet ein intensiver Interessenaustausch statt, Verbindungen zu anderen Traktor- und Oldtimerclubs entstanden und viele Freundschaften unter Liebhabern alter Technik wurden mit den Jahren geschlossen.

Nachdem sich Mitinitiator Abb inzwischen anderen Hobbys zugewandt hat, ist der heutige Vorstand des Trennfurter Musikvereins, Ralf Ühlein, den Traktoren treu geblieben und gehört neben Heiko Hart zu den führenden Köpfen der Traktorfreunde Trennfurt.

Ühlein besitzt selbst einen Fendt Farmer 2 „Xaver“ Baujahr 1966, der zur Brennholzgewinnung, Obsternte und Wiesenbewirtschaftung eingesetzt wird. Sein Traum wären ein Güldner G 75 AS oder Güldner G 50 AS, die jedoch nicht bezahlbar seien.

Vielfältig waren die ausgestellten Bulldogs und Landmaschinen auch in diesem Jahr. Aus Friedrichshafen kam der weitest angereiste Teilnehmer mit einem 11er Wasserdeutz und als größte Gruppe waren die Babenhäuser Traktorfans mit 31 Bulldogs, sowie Bau- und Campingwagen bereits am Samstag angereist und hatten auf dem Festgelände übernachtet.

Doch auch für die Menschen, die selbst keinen Traktor haben, war das Treffen wieder ein Publikumsmagnet. So nutzte so manche Familie die Kombination aus Musikfest und Technikshow für den gemeinsamen Familienausflug.

Auch für die kleinsten Besucher hatten Musikverein und Bulldogfreunde wieder einiges zu bieten. Neben Traktorrundfahrten und Trettraktoren gab es für die Kinder unter anderem einen Ritt auf dem Pferderücken.

 

 

Ralf Hettler

Main-Echo, 10.07.2011


 
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