Musikverein Trennfurt: Sorgen um Neubau eines Heims trüben positive Jahresbilanz - Generalversammlung

Klingenberg-Trennfurt Auf ein arbeits- und erfolgreiches Jahr blickten die Mitglieder des Trennfurter Musikvereins in der Generalversammlung im Pfarrheim zurück. Alle Veranstaltungen seien überaus gut besucht gewesen, so Vorsitzender Ralf Ühlein. Sorgen bereite jedoch das weitere Vorgehen bezüglich des Neubaus eines Musikerheims.

Bei den Vorstandswahlen wurden Vorsitzender Ralf Ühlein sowie seine Stellvertreter Theo Wießler und Tobias Wolf bestätigt.

Terminplan im Jubiläumsjahr

Der Musikverein Trennfurt begeht heuer sein 60-jähriges Bestehen mit mehreren Veranstaltungen. In der TV-Turnhalle findet am 21. April das Frühjahrskonzert und am 11. Mai der Ehrenabend statt. Anlässlich des Jubiläums wird das Trennfurter Musikfest mit dem 14. Bulldogtreffen vom 6. bis 9. Juli als Bezirksmusikfest des Nordbayerischen Musikbunds gefeiert und zeitgleich ein Wertungsspielen des Musikbunds veranstaltet.

Als Höhepunkte des abgelaufenen Musikerjahrs nannte Ühlein das Frühjahrskonzert, das Trennfurter Musikfest sowie den volkstümlichen Musikabend »A Musi und a Tracht«. Er erinnerte auch daran, dass die gute Zusammenarbeit mit Dirigent Markus Greim Ende 2011 aus gesundheitlichen Gründen beendet werden musste. Auf Greims Vermittlung hin wurde im Januar Michael Köhler aus Großwallstadt als neuer Dirigent begrüßt.

Weiterhin Sorgen macht dem Musikverein seine Probenraumsituation. An Pfingsten 2010 musste der Verein hierfür von der Schule in die alte TV-Halle umziehen, erinnerte Ühlein. Im September 2011 wurde beschlossen, den Neubau eines Musikerheims umzusetzen. Inzwischen sind die Baupläne, für den Zuschussantrag bei der Bayerischen Kulturstiftung ein positiver Vorbescheid vor. Der beantragte Zuschuss der Stadt Klingenberg allerdings könne laut 2. Bürgermeister Ralf Reichwein aus finanziellen Gründen nicht vor 2015 gewährt werden. In diesem Jahr wurden Leistungsabzeichen in Bronze (D1 Prüfung) von Markus Davidt, Ariane Ühlein und Leonard Kounani abgelegt. Franziska Amrhein und Maximilian Hohmann haben das silberne Leistungsabzeichen (D2-Prüfung) bestanden.

Lukas Schmitt berichtete aus der Jugendabteilung und nannte als Höhepunkte aus musikalischer Sicht vor allem das Frühjahrskonzert, das Musikfest und das Weihnachtsliederspielen in den Ortsstraßen an Heiligabend. Im geselligen Bereich verwies er auf Probenwochenende, Zeltlager und Fahrt in einen Freizeitpark. Kassier Thomas Ühlein teilte mit, der Verein habe das Geschäftsjahr 2011 mit einem Verlust von 13 618 Euro abgeschlossen. Als Ursache nannte er unter anderem die Architektenrechnung für die Pläne des Musikerheims, als größten Ausgabenposten mit rund 15 000 Euro den Nachwuchsbereich.

Vizedirigent Walter Zöller wies darauf hin, dass die Musikanten in 46 Proben und 36 Auftritten gefordert waren. Der Probenbesuch habe sich im Vergleich zum Vorjahr mit 76 Prozent etwas gefestigt. Keine Probe versäumte Michael Zöller, für 96-prozentige Anwesenheit würdigte er Udo Zöller, Theo Wießler und Tobias Wolf. Bei der Vorstandswahl sprachen die Mitglieder Vorsitzendem Ralf Ühlein sowie seinen Stellvertretern Theo Wießler (Musik) und Tobias Wolf (Wirtschaft) ihr Vertrauen aus. Das Amt der Kassierin übernimmt Anne Wesendonk, vertreten von Heiko Brosig und Thomas Ühlein (neu). Schriftführer sind Tim Zöller und Franziska Amrhein (neu), Beisitzer der Aktiven Udo Zöller, Tobias Wiessler, Simone Wießler und Florian Ühlein, Beisitzer der Passiven: Roman Becker und Rudi Hohmann. Die Vereinskasse prüfen Lothar Rohleder und Werner Schmitt.

Abschließend informierte Walter Zöller als Vorsitzender des vereinsinternen Bauausschusses detailliert über das Projekt Neubau eines Musikheims. Sein Fazit: Wann der nach den Förderrichtlinien der Stadt (zehn Prozent der Bausumme) als freiwillige Leistung in Aussicht stehende Zuschuss in Höhe von 56 000 Euro gezahlt werden kann, von dem die gesamte Finanzierung abhängt, stehe in den Sternen.

Hoffen auf Spendenaktion

Stellvertretender Bürgermeister Ralf Reichwein und Stadtrat Udo Ackermann konnten den anwesenden 72 Vereinsmitgliedern keine Hoffnung machen, dass der Zuschuss in absehbarer Zeit fließen kann.

Diese Aussagen lösten eine kontroverse Diskussion unter allen Anwesenden aus. Der Verein wird nun versuchen, die Deckungslücke durch eine Spendenaktion auszugleichen, um doch noch den Traum von einem eigenen Musikerheim in Trennfurt zu verwirklichen. Denn darüber waren sich alle Anwesenden einig: Die erfolgreiche Musik- und Jugendarbeit des Vereins kann nur fortgeführt werden, wenn auch ein passendes Probelokal vorhanden ist.

 

Redaktion

Main-Echo, 07.03.2012


 
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