Konzert: Trennfurter Musiker begeistern mit Blas- und Popmusikstücken - Beeindruckende Jugendarbeit

Klingenberg-Trennfurt. Wer auf temperamentvolle Blasmusik mit Spielfreude und Harmonie steht, der kam am Samstag beim Musikverein (MV) Trennfurt voll auf seine Kosten. Beeindruckend ist die Jugendarbeit: 41 Mädchen und Jungen bilden eine breite Basis. Was das Jugendorchester im ersten Teil unter Walter Zöller bot, konnte sich hören lassen.

 

 

Zugegeben: Die sechs Nachwuchsmusiker packten in ihrer Moderation manchmal zu viele biografische Details in die stellenweise langatmigen Ansagen, die Idee war aber durchaus erfreulich. Sechs Programmpunkte und die Zugabe bewiesen, dass das Jugendorchester einen schönen Ensembleklang aufweist. Titel von Robbie Williams und Joe Cocker machen jungen Musikern immer viel Freude, die Glanzlichter aber setzte das Jugendorchester zweifellos eher mit dem getragenen Einstieg, dem The New World’s Largo, bei der vor allem die Trompeten eindrucksvoll Atmosphäre erzeugten.

 

MV Trennfurt Konzert 2011 Heinz Linduschka

Das große Blasorchester des Musikvereins Trennfurt stand unter
der Leitung von Marcus Greim. Foto: Heinz Linduschka

 

Im Gedächtnis bleiben wird das Medley aus Melodien von Jacques Offenbach. Zwischen Hofmanns Erzählungen und Orpheus in der Unterwelt ließen die jungen Musiker, die unter der Stabführung Zöllers die Übergänge flüssig gestalteten, Eleganz, Leichtigkeit und sprudelndes Temperament des Offenbachsounds lebendig werden. Die Jugendlichen stellten im zweiten Teil auch gut die Hälfte der knapp 50 Musiker im großen Blasorchester, das ein populäres, abwechslungsreiches Programm bot, durch das in einer Mischung aus witzigen und informativen Bemerkungen Simone Wießler führte.

 

Medleys waren auch in den Vorträgen unter Leitung von Marcus Greim angesagt, und offenbar gehören die überzeugenden Wechsel von einem Hit zum nächsten gepaart mit großer Konzentration und sauberen Einsätzen zu den Stärken des großen Orchesters. Ob Abba-Hits oder Toto: Die Trennfurter hatten Arrangements gewählt, die eine ausdrucksvolle und charakteristische Mixtur der Erfolgshits boten.

 

Kein Wunder, dass auch bei der Zugabe ein Medley angesagt war und die Blues Brothers durch die Halle tobten. Dazwischen kamen immer wieder Blasmusiktraditionalisten auf ihre Kosten, wenn das Blasorchester frisch, temperamentvoll und mit Spielfreude mit einem Kavalleriemarsch kraftvoll und festlich die Besucher begrüßte. Oder wenn Tobias Wolf bei der Marschpolka Klostermanns Meistertrommel rhythmische Glanzpunkte in einer überzeugenden Ensembleleistung setzte. Oder es zum Schluss des regulären Programms in Rudi Fischers Konzertmarsch hieß: »Die Sonne geht auf«.

 

Immer wieder verblüffend, wie sicher Marcus Greim das große Orchester leitet, ohne eine Partitur vor sich zu haben und ohne mit seinem Elan die Musiker einzuengen. Der Beifall war herzlich und lange anhaltend, provozierte auch weit nach 22 Uhr noch Zugaben.

 

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Heinz Linduschka

Main-Echo, 12.04.2011

 
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